Unsere Outdoorwoche fand vom 15. bis 19. September in Mallnitz statt, einem kleinen Ort in den Alpen in Kärnten. Wir trafen uns schon um 7:30 Uhr am Bahnhof in Meidling und fuhren dann fünf Stunden mit dem Zug von Wien nach Mallnitz, mit einem Umstieg in Salzburg. Während der Fahrt konnten wir beobachten, wie sich die Landschaft immer mehr veränderte, je näher wir den Bergen kamen.
In Mallnitz angekommen, war der erste Programmpunkt das Zimmerbeziehen. Die Burschen wohnten in der Pension Edlinger, während wir Mädchen im Eggerhof untergebracht waren. Die Inhaber beider Pensionen waren total freundlich und sorgten dafür, dass wir uns rundum wohlfühlten. In der Pension Edlinger gab es außerdem Lotti, einen süßen Welpen mit eisblauen Augen, den wir jederzeit streicheln und mit dem wir herumtollen durften. Auch das Essen, das uns dort angeboten wurde, war großartig. Am meisten mochte ich das Schnitzel und an manchen Tagen auch die warme Suppe!
Was während der Outdoorwoche besonders toll war, war der Freiraum, den wir hatten. Wir konnten uns in Mallnitz allein bewegen, zum Billa einkaufen gehen, spazieren oder einfach den Ort erkunden. Abends sangen wir Karaoke (auch die Lehrer sangen mit, aber ein paar mussten sich die Ohren zuhalten, weil es nicht so gut war), machten einen Spieleabend oder chillten einfach in unseren Zimmern.
Das Programm war sehr vielseitig und fast immer draußen in der Natur. Wir nahmen an verschiedenen Workshops im Nationalparkzentrum teil, zum Beispiel einer Ortserkundung, bei der wir viel über die alpine Umgebung lernten sowie einem Workshop zum Floßbauen. Besonders spannend war die Flussbeobachtung, bei der wir Tiere im Wasser entdeckten und diese unter dem Mikroskop untersuchen konnten. Außerdem lernten wir einiges über die Tiere in Mallnitz und die Natur rund um den Ort.
Am zweiten Tag begannen wir mit einer Wanderung, aber leider spielte das Wetter nicht mit. Es regnete, und wir wurden mit Hagel überrascht. Als wir völlig durchnässt zurückkehrten, fühlten wir uns wie Eisbrocken! Zum Glück gab es in den Pensionen warme Duschen, einen Trockenraum für unsere nassen Sachen und eine warme Suppe am Abend.
Am Mittwoch stand eine große Tageswanderung auf dem Programm: Von der Jamnigalm zur Hagener Hütte legten wir 715 Höhenmeter zurück. Besonders stolz sind wir darauf, dass alle Kinder die Hütte erreicht haben. Damit sind wir die erste Schulgruppe der Schmelz, der dies gelungen ist. Auch im ganzen Ort sprach man über uns als „die Wiener Schule, bei der es alle auf die Hagener Hütte geschafft haben“. Oben angekommen konnten wir unser Wasser auffüllen und die herrliche Aussicht genießen. Auch das Wetter spielte wunderbar mit. Nach der Wanderung fuhren wir ins Schwimmbad, um uns zu entspannen und dem Muskelkater vorzubeugen. Besonders wohltuend war dabei das Heilwasser, das uns richtig gutgetan hat.
Am Donnerstag machten wir eine Lamawanderung. Jeder bekam ein Lama an die Leine und ich konnte sogar ein Selfie mit ihm machen! Es war lustig, mit den Lamas durch die Gegend zu wandern, auch wenn sie manchmal einfach stehen blieben, ständig grasten und nicht mehr weitergehen wollten.
Am letzten Tag fuhren mit dem Bus in die Raggaschlucht. Dort wanderten wir auf Holzstufen durch die Schlucht und unter uns stürzte ein beeindruckender Wasserfall herab. Der Anblick war atemberaubend, aber auch ein bisschen beängstigend für mich, da ich etwas Höhenangst habe. Am Ende der Wanderung bekamen wir von unseren LehrerInnen ein Eis und einen Glücksstein, der uns in diesem Schuljahr begleiten soll.
Insgesamt war die Outdoorwoche eine unvergessliche Erfahrung. Wir hatten viel Spaß, konnten viel lernen und die Natur in vollen Zügen genießen. Es war eine tolle Mischung aus Abenteuer, Naturerlebnissen und Zeit, die wir mit unseren Freunden verbringen konnten.
Schülerin aus der 3b
